Zeitgenössische Kabarettszene

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(c) Lach- und Schießgesellschaft

Münchens zeitgenössische Kabarettszene und ihre Protagonisten bieten ein vielfältiges Kleinkunstspektrum. Gemeinsam haben fünfzehn hier portraitierte und subjektiv ausgewählte heterogene Exponenten ihre herausragende Stellung in der Branche im gesamten deutschsprachigen Raum.

Jörg Hube spielt sich in seine Rollen mit der Vehemenz eines Herzkasperls. Gerhard Polt ist laut seines Biografen Gerd Holzheimer ein Homer des Humors, laut Jörg Hube ein Monster an Bühnenpräsenz und Chronist des gentrifizierten Münchens.

Georg Ringsgwandl rebelliert per Musikkabarett und mit Herz-Arztausbildung. Bruno Jonas ist auch jenseits seiner Fernsehaktivitäten der Universalgelehrte des Kabaretts.

Sigi Zimmerschied rückt dem Publikum auf die Pelle als großartig schlechtes Gewissen. Ottfried Fischer ist diesseits und jenseits vom Schlachthof-Stammtisch und dem Bullen von Tölz der große Menschenfreund.

Frank-Markus Barwasser fördert die Wahrheit zutage via Pelzigs schlauer Weltsicht. Christian Springer, bekannt geworden als Fonsi, zeichnet sich durch sein besonderes soziales Engagement aus.

Christoph Süß treibt quer, im BR-Satireformat und auf der Bühne. Helmut Schleich, Großmeister des Typenkabaretts, gibt u.a. den ehrlichen Strauß.

Max Uthoff ist der Advocatus Diaboli unter den Kabarettisten. Luise Kinseher brilliert als Spitzenfrau des Typenkabaretts im deutschsprachigen Raum.

Monika Gruber spielt als Gescherte mit Herz stets vor ausverkauftem Haus. Django Asül ist Paradederblecker und türkischstämmiger Botschafter Niederbayerns.

Claus von Wagner gilt als Klassensprecher der jungen Generation und modernisiert mit Max Uthoff die Fernsehsatire im ZDF.


Verfasser: Monacensia Literaturarchiv und Bibliothek / Thomas Steierer

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