Info
4.04.2014
10 Uhr
Bayerische Staatsbibliothek, Schatzkammer (1. Stock) Ludwigstraße 16, München
Bis: 22.06.2014
Eintritt: frei
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Ausstellung über Paul Heyse

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Quellen aus Heyses umfangreichem Nachlass, den der Schriftsteller selbst und seine Witwe Anna nach und nach der Bayerischen Staatsbibliothek übergaben. Person und Werk des Literaturnobelpreisträgers, der 60 Jahre lang in München wohnte und wirkte, werden anhand ausgewählter Beispiele vorgestellt und sollen anregen, sich neu mit dem in Vergessenheit geratenen Literaten zu beschäftigen.

1854 berief König Maximilian II. den damals erst 24-Jährigen Paul Heyse mit einem Jahresgehalt von 1.000 Gulden aus Berlin nach München und ermöglichte ihm damit eine Zukunft als freier Schriftsteller. Bis zu seinem Lebensende verfasste Heyse ohne nennenswerte Unterbrechungen zahlreiche Werke in allen literarischen Gattungen, führte Tagebuch und unterhielt eine umfangreiche Korrespondenz. Seine Veröffentlichungen wurden rasch in die wichtigsten europäischen Sprachen und sogar in Esperanto übersetzt. Über seinen großen Freundeskreis und als Mitglied der wichtigen Gremien des damaligen Literaturbetriebs beeinflusste er maßgeblich das literarische Leben in Deutschland. Überdies wirkte er als Herausgeber großer Anthologien deutscher und ausländischer Novellen geschmacksbildend. Im 19. Jahrhundert war er der bedeutendste Vermittler der italienischen Literatur nach Deutschland. Als Buchrezensent verhalf er insbesondere der russischen Literatur seiner Zeit zu unmittelbarem Ansehen und rascher Verbreitung bei deutschen Lesern.

„Ein Liebling der Musen“, so charakterisierte ihn sein Freund Theodor Fontane 1867 in der Überschrift eines Artikels der Zeitschrift Die Gartenlaube. Weithin gerühmt wurden auch sein Charme und seine jugendliche Erscheinung bis ins hohe Alter.

Höhepunkt der Ausstellung ist Paul Heyses Nobelpreis-Urkunde für Literatur, die er 1910 als erster deutscher Schriftsteller retrospektiv für sein Gesamtwerk erhielt. Gezeigt werden des Weiteren Briefe, Fotos, Glückwünsche zu verschiedenen Anlässen, Liederbücher und vieles mehr.

Öffentliche Führungen donnerstags jeweils um 16.30 Uhr. Die Führungen werden kostenlos angeboten; wir freuen uns über eine kleine Spende. Dauer ca. 1 Stunde, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Treffpunkt: Schatzkammer der Bayerischen Staatsbibliothek

Geöffnet Montag-Freitag 10-18 Uhr, Samstag/Sonntag 13-17 Uhr. 18.-21. April (Ostern), 1. Mai und 29. Mai, 8.-9. Juni (Pfingsten) und 19. Juni geschlossen.



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