Info
5.06.2019
16 Uhr
Residenz, im Königsbau, Max-Josephs-Platz 3, München
Eintritt: frei
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Tag 3: Quo vadis, western world? - Workshop, Vortrag und Diskussion

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Wir erleben, fast 75 Jahre nach Kriegsende, eine Stunde Zweipunktnull, in der gesellschaftlich die Weichen für die Zukunft gestellt werden, wie einst nach 1945. Wodurch diese Weichen gestellt werden, ob wir sie nicht vielleicht ganz anders stellen müssen, ist das Thema der drei Veranstaltungstage von „Stunde Zweipunktnull".

Am dritten Tag stellen sich die Teilnehmer zusammen mit Ines Kappert, Monika Rinck, Senthuran Varatharajah und Georg M. Oswald die Frage:
Mensch und Grenzen - Quo vadis, western world?

Bis vor kurzem – in der Moderne, seit Mitte des 19. Jahrhunderts – galt der Gegensatz von Identität und Determination als der Kernkonflikt zwischen Individuum und Gesellschaft. Fremdbestimmtheit und die Emanzipation des Einzelnen aus eben dieser Entfremdung dominierten das Nachdenken über Freiheit und Befreiung. In den Lebenswelten von heute, ihren schicht- und schollenförmig ineinandergeschobenen, sich überlagernden, teils auseinanderdriftenden, teils kollidierenden Realitäten, sind hingegen Fremdsein und Nicht-Identität der Normalfall. Nicht Entfremdung scheint die Drohung der Gegenwart, sondern Erstarrung des Ichs, mangelnde Flexibilität. Wer ihr erliegt, wird ausgeschlossen, unsichtbar. „Ich bin nicht dieses Paket aus flexiblen, austauschbaren oder einander ablösenden Ichs“ könnte Max Frischs berühmter Stiller-Roman im Jahr 2019 beginnen. Was ist er, was ist sie aber dann? Euro-Skeptikerin? Merkel-Kritiker? Eremit? Bio-Bäuerin?   

Scheinwerfertext: Gisela Elsner: Heilig Blut (kleiner Ausschnitt)

 

Ein Termin dauert jeweils von 16 Uhr bis 22.30 Uhr und besteht aus drei Teilen:

 Workshop (16-19 Uhr): freier Eintritt, aber max. 30 Personen, daher Teilnahme nur mit Anmeldung per Mail, bitte an: info(at)badsk.de

Podium (20–21.30 Uhr): Gespräch im Vortragssaal mit unseren Gästen und dem Publikum - freier Eintritt ohne Anmeldung!

Zugabe (21.30-22.30 Uhr): Nach dem Podium kann die Diskussion bei einer  leiblichen Erquickung fortgesetzt werden.

 

Gastgeber der Veranstaltung sind Norbert Niemann und Jörg Metelmann in Kooperation mit dem Kultusministerium des Freistaats Bayern, dem Kulturreferat der Stadt München und dem Medienpartner Bayern 2 „Nachtstudio".



Externe Links:

Mehr Informationen zur Veranstaltungsreihe

Bayerische Akademie der Schönen Künste

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