Info
6.05.2019
19:30 Uhr
Volkshochschule, Hallstraße 5, Ingolstadt
Eintritt: VVK: € 10 / 8, AK: € 13 / 11
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Ingolstädter Literaturtage

Meine algerische Familie ist eine autobiografische Erzählung über die enge und liebevolle Beziehung zwischen Alice Schwarzer zu einer Familie in Algerien, die in ihrer Vielfalt und Lebendigkeit ein Abbild dieses nordafrikanischen Landes zwischen Tradition und Moderne, zwischen islamistischer Bedrohung und demokratischen Hoffnungen ist. Zuerst traf Alice Schwarzer 1989 Djamila, eine algerische Journalistin, die nach dem drohenden Wahlsieg der Islamisten und dem Bürgerkrieg in den 1990er-Jahren wie viele andere um ihr Leben fürchten musste und für einige Jahre nach Deutschland emigrierte. Djamilas Eltern und Großeltern, Brüder und Schwestern, Neffen und Nichten lernte Alice Schwarzer später in deren Heimat bei Neujahrsfeiern, Ferienbesuchen und Hochzeiten kennen und lieben. Diese Familie lässt Alice Schwarzer zusammen mit der Fotografin Bettina Flitner lebendig werden: Die Generation der Alten, geprägt von der Kolonialzeit, dem Befreiungskrieg und den Jahren des Aufbruchs, die Generation, die die »schwarzen Jahre« des islamistischen Terrors und der politischen Repression durchlebte, und die jungen Leute von heute zwischen High Heels und Verschleierung, zwischen Instagram und spätsozialistischer Stagnation.


Moderation: Barbara Fröhlich

 

Die Autorin: Alice Schwarzer ist eine deutsche Journalistin und Publizistin. Die Feministin ist Gründerin und Herausgeberin der Frauenzeitschrift Emma und eine der bekanntesten Vertreterinnen der deutschen Frauenbewegung. In ihrer Zeit als politische Korrespondentin in Paris war sie zu Beginn der 1970er Jahre eine der Pionierinnen des Mouvement de la liberation des femmes (MLF). Ihre Gespräche mit Simone de Beauvoir in den Jahren 1971-1983 erschienen als Buch in mehreren Sprachen. 1971 initiierte sie in Deutschland die Aktion "Ich habe abgetrieben - und fordere das Recht für jede Frau dazu". Der Kampf gegen Abtreibung wurde zum Auslöser für die deutsche Frauenbewegung. Alice Schwarzer hat bereits über zwanzig eigene Werke veröffentlicht, darunter ihr erstes Buch „Die tödliche Liebe“, politische Essays wie „Alice im Männerland“ und ihr autobiografisches Werk „Liebe Alice! Liebe Barbara!“.



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