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18.03.2019
19:30 Uhr
Seidlvilla Verein e.V. Nikolaiplatz 1b, München
Eintritt: 7/5 €
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Lesung und Diskussion mit Takis Würger und Fridolin Schley

Der zweite Roman des Berliner Journalisten und Schriftstellers Takis Würger ist umstritten wie kein zweites Buch in diesem Frühjahr. „Stella“ handelt von der jungen  Jüdin und „Greiferin“ Stella Goldschlag, die während des Krieges  in Berlin untergetauchte jüdische Menschen an die Gestapo verriet und dafür 1946 zu zehn Jahren Lagerhaft verurteilt wurde. Und von einem jungen Schweizer, der der Krieg erleben will, nach Berlin reist und ihr Geliebter wird. Historischer Stoff und Kolportage mischen sich – es ist ein Roman! – ; die gewagte Kombination aus Amour fou und einem geradezu klassischen Dilemma (Verrat an den eigenen Leidensgenossen, um andere zu retten) stieß bei der Kritik auf erbitterte Ablehnung und geradezu euphorische Zustimmung.  Und: „Stella“ wurde zum Bestseller. Anlaß für den Tukan-Kreis, zwei Autoren zum Werkstattgespräch einzuladen: Takis Würger und seinen Münchner Kollegen Fridolin Schley.

Was reizt junge Schriftsteller im Jahr 2019 an derart schwierigen Sujets wie dem deutschen Jahrhundertverbrechen?  Was treibt sie an – etwa die stets geforderte Verpflichtung zur Aufklärung, zu einer Geschichtsverantwortung, die von Generation zu Generation weiter getragen werden muß?  Was kann Literatur als „Erkundungsinstrument“ historischer Stoffe leisten? Und wie unterhaltsam darf das Ergebnis solcher Bemühungen sein?

Moderation: Dieter Heß

Veranstalter: Tukan-Kreis e.V. und Buchhandlung Buch & Bohne



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