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12.07.2018
18 Uhr
Gasteig, Rosenheimer Straße 5, Carl-Amery-Saal, München
Eintritt: frei
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Lesung mit Hassan Cheheltan und Matthias Hirth

In dicht gewobenen, atmosphärisch und spannend geschriebenen Episoden und Geschichten erzählt Amir Hassan Cheheltan in seinen drei, zwischen 2009 und 2012 auf deutsch erschienenen Teheran-Romanen, aus wechselnden Perspektiven und mit einer Fülle plastischer Charaktere von den Träumen und Traumata eines Landes, das einst seiner historischen Chance beraubt wurde, eine moderne Demokratie zu werden.

Im dritten Band der Trilogie, »Teheran, Apokalypse«, der zunächst unter dem zweideutigen Titel »Amerikaner töten in Teheran« veröffentlicht und nun neu überarbeitet wurde, geht Amir Hassan weit in die Geschichte Irans zurück. Er beschreibt darin den Besuch eines amerikanischen Ehepaars im Juli 1924 in Teheran, bei dem der Ehemann ums Leben kommt. Er schildert, wie die CIA und der britische Geheimdienst im Sommer 1953 einen Putsch orchestrieren und den demokratisch gewählten Premierminister Mossadegh stürzen. Und er erzählt vor dem Hintergrund der historischen Ereignisse von 1978 und 1988 von Widerstand, Attentaten und Hinrichtungen.

Amir Hassan Cheheltan (*1956, Teheran) studierte in England Elektrotechnik, nahm am Irakkrieg teil und veröffentlichte in Teheran Romane und Erzählbände. Zwei Jahre hielt er sich wegen einer akuten Bedrohungslage mit seiner Familie in Italien auf. Cheheltan schreibt außerdem regelmäßig Essays und Feuilletons für die FAZ, die SZ, die ZEIT und andere Medien. Er lebte zuletzt u. a. in Berlin und Los Angeles, inzwischen wieder in Teheran.

Moderation: Silvia Bauer
Sprecher der deutschen Übersetzung: Matthias Hirth



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