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12.01.2018
19 Uhr
Instituto Cervantes, Alfons-Goppel-Strasse 7, München
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Vortrag und Lesung mit Gino Chiellino

In seinem neuen Roman verarbeitet Prof. Chiellino Kindheitserinnerungen: Als die Patres im flirrend heißen August 1957 in den armen Süden Italiens reisen, mit ihren wehenden schwarzen Soutanen aus feinster Schurwolle, ihren breiten Hüten aus Bastseide, da sind sie unterwegs wie Menschenfänger. Für ihre Missionsschulen und ihren Orden suchen sie Nachwuchs, begabte Buben, die sonst kaum Aussicht auf Bildung haben. Rusco, zehn Jahre alt, Sohn einer Weberin und eines Landwirts, ist einer von ihnen. Er wird von den Patres ausgewählt, reist in den Norden und zahlt einen hohen Preis für diese Chance auf Bildung.

Gino Chiellino weiß, wovon er schreibt: er ist 1946 in einem Dorf Kalabriens im Sila-Gebirge als Arme-Leute-Kind geboren. Das katholische Internat in Neapel brachte die frühe Trennung von den Eltern und der Familie und ein Leben als einsames Kind, im Dialog mit seinem Gott. Das Studium führte ihn zunächst nach Rom, dann ging er nach Deutschland. Seit 39 Jahren lebt er in Augsburg, ein Pionier interkultureller Kunst und Bildung, ein Literat und Literaturwissenschaftler zwischen zwei Sprachen.



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