Info
14.01.2018
14 Uhr
Monacensia im Hildebrandhaus, Maria-Theresia-Straße 23, München
Eintritt: frei
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Führung durch die Dauerausstellung in der Monacensia: Das Hildebrandhaus

Das Hildebrandhaus präsentiert sich heute als ein offenes Haus mit angenehmer Aufenthaltsqualität, das von vielen Menschen geschätzt und gerne besucht wird. Schon sein Erbauer, der Bildhauer und Kunsttheoretiker Adolf von Hildebrand (1847-1921), beseelte sein Atelier- und Wohnhaus mit der Idee, Kunst und Leben in Einklang zu bringen. Gäste waren im Atelier, im Salon und auf der Terrasse immer gerne gesehen. Im Laufe der Jahre wurde das Hildebrandhaus auch zu einem Ort, an dem Lebensgeschichten eine grausame Wendung genommen haben. Die Zeit des Nationalsozialismus zeichnet ein düsteres Kapitel der Biografie des Hauses, das geprägt ist von Verfolgung, Entrechtung und Vernichtung. Von den Schicksalen etlicher Bewohner war bis vor einigen Jahren wenig bekannt. Die Stadt München stellte sich der Verantwortung. Gemeinsam mit der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche vergab das Kulturreferat einen Forschungsauftrag zur Geschichte des Hildebrandhauses zwischen 1933 und 1967. Die Ergebnisse liegen seit 2006 als Buch vor. Die Rekonstruktion der Hausgeschichte ist ein Beitrag zum kulturellen Gedächtnis der Stadt München.

Die Dauerausstellung „Das Hildebrandhaus – Biografie einer Künstlervilla“ ist Bestandteil der Neukonzeption der Monacensia. Mit Fotografien und ausgewählten Dokumenten gibt sie Dauerausstellung Einblick in die wechselvolle Geschichte des Hildebrandhauses, von den ersten Jahrzehnten des fruchtbaren Kunstschaffens über über die Arisierung des Hauses in der NS-Zeit bis hin zur Rettung der vom Abbruch gefährdeten Künstlervilla in den 1970er Jahren.

Treffpunkt: Glasanbau, Eingang Siebertstraße 2



Externe Links:

Monacensia

Münchner Stadtbibliothek

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