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12.10.2018, 09:00 Uhr
Pseud. Fee
Text & Debatte
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Eine Rede für die Demokratie von Poetry Slammerin Fee

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Beim Opening der Langen Nacht der Demokratie am 15. September hielten der Journalist Alex Rühle (Süddeutsche Zeitung), die Schriftstellerin Lena Gorelik, die Dramaturgin Rania Mleihi und die Poerty Slammerin Fee leidenschaftliche Plädoyers dafür, sich jetzt aktiv für die Demokratie einzusetzen. Kurz vor der Landtagswahl in Bayern am 14. Oktober veröffentlichen wir hier den Aufruf von Fee: Bitte geh' wählen!

*

Ich will, dass du's tust!
Damit wir nicht stumm bleiben,
Ich will, dass du's tust,
Dass jemand die Sorgen hört, die dich umtreiben,
ich will, dass du's tust!

 

Aber warum eigentlich?

Warum sollte jemand wählen gehen? Warum halte ich Reden und schreibe Gedichte und drehe Filme, um junge Menschen zum Wählen zu bewegen, während ich doch genau weiß, dass die CSU mit ihrem ach so schrecklichen Einbruch, mit dem sie „nur noch“ auf 40 Prozent kommen wird, natürlich trotzdem die stärkste Kraft bleibt und bleiben wird, egal, was sich ihre Spitzenpolitiker noch so leisten, wo ich genau weiß, dass es schon zu spät ist, um die AfD wieder einzudämmen und wir, schneller als Menschen meiner Generation auch nur ein Kreuz machen können, bekennende Faschisten im Landtag haben werden?

Warum denn trotzdem wählen?

Es ist traurig und es ist erklärbar, aber die stärkste Kraft im Land, das sind gar nicht die Söderfans der älteren Generation, das sind hier in Bayern und auch darüber hinaus noch immer Nichtwähler*innen. Vor allem meiner Generation scheint die Lust auf Wahlen abhanden gekommen zu sein. Und das kann man ja leicht erklären: Wählen ist einfach langweilig.

Es stellte sich heraus, dass viele potentielle junge Wähler*innen, die zur Bundestagswahl zuhause geblieben sind, noch nicht mal wussten, WANN die Wahl gewesen wäre. Zur Primetime war die ja auch schon um! Und kann man es ihnen vorwerfen? Ich finde: Nein. Weil Wählen einfach übelst unentertaining ist und wenn man eines über junge Menschen weiß, dann doch, dass sie entertaint werden wollen. Deswegen strömen die jungen Menschen des Landes an all jenen schicksalhaften Sonntagen auch nicht in leergeräumte Grundschulen, sondern bleiben auf der Couch und schauen Shopping Queen.

 

 

Ja, Shopping Queen! Ein Format, das aus irgendeinem Grund darüber funktioniert, dass man fremden Frauen dabei zusieht, wie sie viel zu viel Geld für viel zu hässliche Klamotten ausgeben, sich dafür gegenseitig bewerten und dabei noch ungestraft Sätze von sich geben wie: „Mein Mann hat auch gesagt: Du hast nicht so viele Talente, aber Shoppen kannst du!“

Aber bei Shopping Queen, da wird plötzlich gewählt! Zwischen Langblazer und kurzem Jäckchen, zwischen flachen Schuhen und HighHeels, manchmal wird's ganz crazy, da ist dann Joker-Week und die Kandidatinnen dürfen zwischen 500 Euro und vier Stunden zum Shoppen oder 700 Euro und drei Stunden wählen. Und als könnte es etwas geben, das noch weniger Relevanz besitzt als die Selbsteinschätzung einer Kölner Permanent-Make-Up-Artistin mit rotgefärbten Haaren, deren Erfüllung es offenbar darstellt, Mittfünfzigerinnen die sowieso zigfach abrasierten und von einem parkinsonkranken Totenkopfäffchen wieder drangemalten Augenbrauen ins Botox zu betonieren, sitzt Deutschland gebannt vor dem Fernseher und wartet, wie sie sich entscheiden wird. Würde Guido Maria Kretschmer jetzt ins Bild wackeln und die Zuschauer daheim dazu aufrufen, per Telefon mit abzustimmen, was Manuela – genannt Ele – gleich wählen wird, vermutlich würden die Telefonleitungen zusammenschmelzen vor lauter Spannung und plötzlichem Wahlwillen.

Was aber lernen wir daraus? Doch nicht etwa, dass es mehr Menschen wie Ele geben sollte oder gar, dass es spannend wäre, anderen Menschen beim Shoppen zuzusehen. Nein, wir lernen daraus, dass junge Menschen einen unheimlich großen Willen zum Wählen haben! Nur die Politik muss sich anpassen. Make Wahlen great again!

Ich glaube zum Beispiel, dass der ganze Wahlkampf spannender wäre, wenn man sich einfach ein paar Kleinigkeiten aus dem Privatfernsehen abschauen würde.

Als ich mich neulich mit einer Freundin aus der SPD unterhielt und wir verzweifelt den Lauf unseres Landes entlang in den Bach blickten, prophezeite der Stand der Wahlprognosen uns die AfD als zweitstärkste Kraft in Bayern. Was man tun könne, fragte ich von plötzlichem Handlungswillen gepackt, was man denn jetzt noch tun könne, um das irgendwie zu verhindern. Meine Freundin zuckte resigniert die Schultern und fand meinen sarkastischen Vorschlag, man könne ja noch an der Urne Gummi-Schwimm-Einhörner an Wähler*innen verteilen, plötzlich gar nicht mehr so schlecht.

Ich fordere – für die Demokratie! – dass von nun an jedes Wahlduell, jede Bundestagsdebatte und vor allem jedes Politikerinterview von Guido Maria Kretschmer moderiert UND kommentiert wird! Und ich fordere Gummi-Schwimm-Einhörner für alle, die wählen gehen!

 

     

 

Außerdem möchte ich, dass die Off-Stimme von RTL II von Anfang an Alliterations-Label an die Kandidaten verteilt, damit man endlich mal weiß, an wem man ist. Dann müssten wir zum Beispiel auch nicht jedes mal neu diskutieren, ob Alice Weidel jetzt ein Nazi ist, bloß, weil sie wie einer spricht und sich wie einer verhält, weil die allwissende Stimme uns von Anfang an aufklären würde: „Die ambivalente Alice leidet unter einer schweren Gespaltenheit. Die sympathische SS-Frau ist zerrissen zwischen lesbischer Liebe und rechter Rotze.“

Und dann wäre das geklärt! Wenn im Fernsehen jemand etwas Unmenschliches fordern würde, dann könnte man das Bild verdunkeln und dramatische Musik unterlegen und niemand würde mehr verharmlosend sagen können: „Ja gut, das war natürlich ein bisschen geschmacklos“, weil alle wissen würden, dass jemand, der sich öffentlich über die Abschiebung von Menschen in Todesgefahr freut, einfach jegliche Empathie und Gutherzigkeit, vielleicht sogar jedwede Menschlichkeit verloren hat!

Ich will, dass die Kandidaten ihre Wahlprogramme zusammenfassen müssen und mit nur einem Emoji ausdrücken!

 

 

Ich möchte auch keine Debatten mehr, sondern klare Aufgabenstellungen und Wochen-Challenges! Und dazu wird Guido eingeblendet und kommentiert das Ganze: „Hmm... noin, der is ja süß, der Markus, nö? Mhohoho, wie der immer schaut! 'Ne ordentliche Frisur und 'nen schicken Schuh dazu, dann würd' ich sagen: Alright!“ Und der Markus, der würde dann verliebt seufzen und ein paar Tränchen in die Augen bekommen, und schon hätte der ganze Wahlkampf an Menschlichkeit gewonnen. Und dann müssten die Kandidaten was singen, weil ganz ehrlich: Die Deutschen lieben es, wenn im Fernsehen gesungen wird! Dann würde vielleicht sogar die FDP endlich ein paar Sympathiepunkte abstauben, ein bisschen wie Menderes bei DSDS, einfach weil sie es immer wieder versucht hat.

Ich wünsche mir, dass die Parteien ab jetzt Teams heißen, also Team Markus, Team Natascha und Team Lurina  – das wär dann der It-Couple-Name von Ludwig Hartmann und Katharina Schulze, so wie Brangelina mit Brad Pitt und Angelina Jolie, aber mit Hashtags davor, und dann will ich, dass in den Wochen vor der Wahl jeden Sonntag ein Team rausgewählt wird, und zwar nicht per Briefwahl – ich meine, Briiiiefwahl! Geht's noch? Vielleicht gibt's demnächst ein Update zu Mittelalter 2.0 und man kann seine Stimme faxen! –, sondern per SMS, und am Ende bleiben zwei Teams, die dann irgendwas Spannendes machen! Schlammcatchen oder so! Von mir aus dürften die ja sogar reden. Aber dann doch wenigstens mit so Impro-Sonderregeln, dass alle paar Sekunden ein von den Zuschauern gewähltes Wort eingeblendet wird, das die Finalisten dann sinnvoll in ihren Vortrag miteinarbeiten müssen. Und in der nächsten Runde geht es dann darum, soziale Gerechtigkeit pantomimisch darzustellen!

Und am Wahlsonntag gäbe es dann auch kein lustiges Zufallsankreuzen von Abkürzungen mehr, weil man müsste sich dann nicht mehr zwischen all den Teams und Kandidaten entscheiden, sondern die Finalteams würden sich gegenseitig bewerten und DANN könnten die Zuschauer*innen daheim zusätzlich mit Videobotschaften voten: „Also, der Ates hat das Thema Umweltschutz für mich super umgesetzt mit dem grünen Sakko, das einzige, was ich mir noch gewünscht hätte, wären so paar kleine Accessoires gewesen, ein paar kleine Windräder im Haar oder so. Deswegen gibt's von mir für Die Linke liebgemeinte 8 Punkte!“

Ich wette, dann hätten wir eine Wahlbeteiligung von 100 Prozent!

Ich weiß es nicht. Ich bin Poetry Slammerin. Wenn du mich fragst, was man tun könne, was man denn jetzt noch tun könne, wie wir uns alle neu in die Demokratie verlieben könnten, dann schreib' ich dir einen halbwitzigen satirischen Text, in dem ich die Wahl mit TV-Sendungen vergleiche. Oder ich mach' dir ein Gedicht, in dem ich pathostriefend mit halbliterarischen Endreimen versuche, in meine Generation zu dringen und sie mit emotional performten Argumenten an die Wahlurne zu bringen.

 

 

Ich weiß, dass ich vor ein paar Tagen mit einer Freundin von den Jungen Grünen zusammensaß und wieder fragte, was wir denn tun könnten, was wir denn jetzt noch tun könnten, ob es denn so gar nichts gäbe, was uns kurz vor der Wahl noch mal retten könnte vor der Blauen Gefahr und der schwindenden Demokratie und dem Verfall sämtlicher menschlicher Werte, die mir je wichtig waren, und weil sie bei den Jungen Grünen ist und nicht bei der SPD, hat sie nicht resigniert mit den Schultern gezuckt, und weil sie keine Poetry Slammerin ist, hat sie keine Witze gemacht, sondern natürlich hatte sie Ideen und Visionen und hat mir von Fahrradwegausbauplänen erzählt und vom kostenlosen öffentlichen Nahverkehr und sogar auch von Bildungsplänen in Sachsen und irgendwann musste sie dann zugeben, dass das vielleicht auch keine Vorschläge sind, die jetzt noch das Ruder rumreißen und dass niemand zum Wählen gehen wird wegen besserer Fahrradwege und keine AfD-Wählerin links wird, wenn sie kostenlos U-Bahn fahren darf, und dass das alles mit der Bildung eher sowas für die nächsten vier Jahre wäre.

Und ich hab dann einfach so gesagt: Wenn es bis dahin nicht zu spät ist.

Und dann sind wir beide ziemlich still geworden, weil wir uns plötzlich einig waren, dass es in vier Jahren keine Demokratie mehr geben wird, wie wir sie gekannt haben. Vielleicht ist uns in dem Moment so richtig bewusst geworden, dass alles, was wir für selbstverständlich halten durften, während wir in unseren überprivilegierten Filterblasen aufwuchsen, plötzlich wieder in Frage steht und dass wir es verlieren könnten, wenn wir nicht kämpfen. Und dann schwiegen wir noch eine Weile. Vielleicht, weil uns klar wurde, dass wir all das auch verlieren könnten, wenn wir kämpfen und dass es vermutlich nicht reichen wird, uns auf einen Rechtsstaat zu verlassen, der jetzt schon in Teilen antidemokratisch unterwandert ist. Und als ich heimfuhr, schwieg es in mir weiter, vielleicht, weil mir klar wurde, dass wir Vieles davon bereits verloren haben.

Als in Chemnitz Menschen wegen ihrer Hautfarbe oder ihrer Nationalität durch die Straßen gejagt wurden, zeigte Deutschland mit #wirsindmehr, dass die überwiegende Mehrheit noch immer die Liebe über den Hass setzen würde, dass die überwiegende Mehrheit Menschenrechten für vernünftig und den Faschismus für gefährlich hält. Ich stand mit meinen Freunden und Freundinnen in der 65.000 Menschen-Massen und schrie aus voller Kehle: „Alerta! Alerta! Antifaschista!“ und um mich rum schrien es 65.000 Menschen und meine Freunde und Freundinnen, die Poetry Slammer*innen, die Theologiestudierenden aus München und Berlin, die Jusos, die Jungen Grünen, die Sprecherziehungsstudentin aus Sachsen, die Maschinenbaujungs aus dem Schwarzwald und die Antifa-Gruppe.

 

 

Mit 14 hatte ich angefangen, das zu tun, was ich für „mich politisch bilden“ hielt, ich hatte meine Mutter zu den Kommunalwahlen überredet und sie mit Argumenten für bestimmte Bürgermeisterkandidaten überhäuft, ich las die Süddeutsche Zeitung und sah Extra3 und weil ich noch mehr tun wollte, hing ich – wenn mein Zeitplan zwischen Opernkinderchor und Gottesdienstvorbereitungs-AK es zuließ – in autonomen Zentren und linken Cafés ab, stürmte mit meinen Antifa-Bekanntschaften die ersten lächerlichen rechtsverrückten Vorgänger der PEGIDA am Stachus und vor dem Münchner Rathaus und schrie Alerta! Alerta! auf Demos.

Seitdem habe ich nicht mehr gekämpft, ich hielt heimlich die Demokratie schon immer für das beste Staatssystem, was wir bisher ausprobiert haben, auch wenn ich in Bangladesh bedruckte T-Shirts für den Kommunismus trug und wenn ich ehrlich war, passte ich als Pazifistin und klassisch singende, überzeugt gläubige Protestantin sowieso nie so ganz in autonome Zentren und überhaupt hatte ich auch nie Drogen genommen. Ich überredete Menschen zum Wählen und ging auf Podiumsdiskussionen, teilte satirische Videos über die AfD und Online-Petitionen zur Flüchtlingspolitik, schrieb interreligiöse Teamtexte mit muslimischen Freundinnen und hielt meinen Reichtum, meine Chancen, die christlich geprägten Menschenrechte in der Verfassung und den Frieden um mich herum noch immer für gesichert.

 

 

Neulich sprach ich mit einem Freund aus ebenjener Gruppe von damals, fragte ihn, was man denn tun könne, was man denn jetzt noch tun könne, ob er, der neunmalkluge Satre-Leser, der die Demonstrationen im Hambacher Forst für narzisstische Selbstaufgabe und widerwärtige Selbstgerechtigkeit hält, jetzt vielleicht irgendeine Idee hätte, was man noch tun könne, wie man diese Demokratie noch retten könne, wie man die Menschen in ihr vor sich selbst oder wenigstens uns vor ihnen und wenn schon das nicht, dann weniger privilegierte Menschen vor Unterdrückern schützen könne, und weil er weder bei der SPD, noch bei den Jungen Grünen ist und natürlich schon überhaupt kein Poetry Slammer, wusste er auch keine Antwort und hat stattdessen gesagt, dass meine Frage schon wieder Ausdruck von irgendeinem Fremdwort sei und die Demokratie ganz sicher nicht das System, was es zu halten gälte und noch eine ganze Menge mehr, wovon bestimmt die Hälfte ein Nietzsche Zitat war und wenn es eine Antwort gäbe, dann natürlich Klassenkampf.

Aber ich weiß es nicht. Ich weiß nicht, wie die Antwort ist und was man jetzt noch tun kann.

Aber einfach weiter Drogen nehmen und sich zynisch über Wähler*innen und Demonstant*innen lustig machen, während man jede Woche wieder vorm Brandenburger Tor darauf wartet, dass irgendwer die Revolution startet, das ist vermutlich genau so wenig ein Weg wie der Ausbau von Fahrradwegen oder das Verschenken von Gummi-Einhörnern.

 

Ich will, dass du's tust!
Was du denkst, muss nicht meine Meinung sein,
aber tu's, damit du sie trotzdem frei
äußern kannst und das straffrei bleibt!
Tu's für jeden, der öffentlich in Medien schreibt,
damit Journalismus unbequem und kritisch sein darf,
und Fotos das zeigen, was wirklich geschah.

Ich will, dass du's tust!
Tu's für die Jungen, damit ihre Zukunft was wert ist,
damit die Ausbildungssuche nicht unnötig schwer ist,
tu's damit es für sie Perspektiven gibt,
weil, was geschieht, in ihren Händen liegt,
ich will, dass du's tust!
Für unsere Alten, dass sie nicht vergessen werden,
tu's, denn niemand möchte alleine sterben,
Tu's auch, weil das Sterben zum Leben gehört,
damit Krankheit unser Bild von Gesellschaft nicht stört,
Tu's, weil Pflege, weil Fürsorge wertvoll sein muss
und bezahlt werden sollte.

Ich will, dass du's tust!
Tu's für alle mit Migrationshintergrund
Weil unsere Welt nicht braun ist, sondern bunt.
Damit deine Herkunft kein Kriterium ist,
an dem man deinen Wert bemisst,
tu's für Geflüchtete und tu's für Integration,
für die, die ehrenamtlich helfen, tu es als Lohn,
ich will, dass du's tust!
Weil, was in deinem Kopf ist, nur dir gehört,
damit, was auf deinem Kopf ist, niemanden stört,
glaub doch einfach, was du möchtest,
und tu's, damit man dich dafür nicht entrechtet,
damit dich niemand zu einem Glauben zwingt
aber dir deine Religion auch keine Nachteile bringt,
will ich, dass du's tust.
Für Arbeitslose, dass ihnen die Würde bleibt,
für die ohne Obdach, weil man sie zu oft verschweigt,
tu es, dass sich was ändern kann,
tu's für Chancengleichheit von Frau und Mann,
tu's für einen Weg aus der Armut heraus
tu es für jeden und jede, der oder die dich braucht.

Ich will, dass du's tust!
Für Alleinerziehenden, damit auch sie Familie sind,
egal mit wem sie aufwachsen, tu's für jedes Kind,
tu's für die, die noch zu klein sind, für sich selbst einzustehen,
damit sie auf eine Zukunft ohne Kriege zugehen,
tu's für Bildung und Gewaltlosigkeit,
tu's, damit Diskriminierung bald haltlos erscheint,
tu's für die ungeborene Generationen,
tu's für die Zukunft deiner Region,
ich will dass du's tust!

Tu's für andere, tu's auch für mich,
tu's für deine Freiheit, also tu's für dich!

 

Wir haben eine Demokratie. Und du kannst sagen, was du willst, aber ich glaube, dass das phantastisch ist. Wenn dir niemand zusagt, von all denen, die man da wählen könnte, dann nutze diese Demokratie und lass dich selbst wählen, denn auch das geht. Ändere das System, wenn's dir nicht passt, gründe eine Partei, geh' ins Europaparlament, werd' Deutschlands erstes antifaschistisch organisiertes Polizeidepartment, starte eine staatliche Bildungsinitiative, wenn du bisher Nazis gepuncht hast und damit noch keine nennenswerten Erfolge für die Demokratie hattest, dann versuch's morgen einmal mit Reden, sag' deine Meinung, geh' demonstrieren, nutze die Pressefreiheit, nutze deine Rechte, aber bitte kämpfe!

Und, weil wir was ändern können, weil wir NOCH was ändern können, weil es vielleicht noch nicht zu spät ist, will ich, dass du's tust, let's fall in love again, Baby, gib dieser Demokratie noch 'ne Chance, damit wir in vier Jahren nicht da sind, wo wir nie wieder hinwollten.

Ich will dass du's tust, geh' bitte wählen!

 


Externe Links:

Lage Nacht der Demokratie

Akademische Stadtakademie München

Fee bei meinTestgelände

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