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01.04.2016, 09:39 Uhr
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Jahrestagung des deutschen PEN in Bamberg vom 21. bis 24. April

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„Eine Demokratie ohne ein paar hundert Widersprechkünstler ist undenkbar.” (Jean Paul) – Unter diesem Motto steht die diesjährige Jahrestagung des deutschen PEN, die vom 21. bis zum 24. April in Bamberg stattfinden wird. Neben der nicht-öffentlichen Tagung der PEN-Mitglieder wird es auch mehrere öffentliche Abendveranstaltungen, darunter die erstmalige Vergabe des Kurt-Sigel-Lyrikpreises an Daniel Falb, geben.

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Der deutsche PEN tagt jedes Jahr in einer anderen deutschen Stadt. 2016 fiel die Wahl auch durch das Engagement der Schriftstellerin Tanja Kinkel auf Bamberg: „Dass der PEN zu uns kommen wird, verdanken wir der Bamberger Schriftstellerin Tanja Kinkel, die sich dafür stark engagiert hat“, so der Bamberger Bürgermeister Dr. Christian Lange. „Wir freuen uns darauf, Gastgeber für den PEN zu sein – und insbesondere natürlich auf das Rahmenprogramm. Die besten zeitgenössischen Autoren deutscher Sprache hautnah zu erleben, wird sicherlich ein großartiges Erlebnis sein.“

Neben der nicht-öffentlichen Mitgliederversammlung finden in der Regel drei große Abendveranstaltungen statt, die allen Interessierten offen stehen. In diesem Jahr wird es unter anderem um die Meinungsfreiheit in der Türkei im Rahmen des PEN-Projekts „Writers in Exile“ als Fortführung von „Writers in Prison“ (21. April), Literatur und Blasphemie (22. April) sowie Literatur und Bildende Kunst in der Begegnung mit Felix Nussbaum (24. April), einem der deutschen Größen der Neuen Sachlichkeit, gehen. Am Freitag, den 22. April, wird außerdem ein Leseabend mit dem Thema „Willkommen im Club!“ stattfinden, bei dem sich 29 neue Mitglieder des PEN-Zentrums Deutschland vorstellen.

Eine Besonderheit der diesjährigen Tagung in Bamberg ist die erstmalige Verleihung des Kurt-Sigel-Lyrikpreises am Eröffnungsabend. Der Preis ist mit 4.000 Euro dotiert und soll zukünftig alle zwei Jahre vergeben werden. Gestiftet wird er vom Frankfurter Schriftsteller und Namensgeber Kurt Sigl (seit 1974 Mitglied des PEN) und soll eine Lyrikerin oder einen Lyriker von besonderer ästhetischer Qualität auszeichnen. Der erste Preisträger 2016 ist Daniel Falb. Unter den mehr als 1.100 Einsendungen ragte die Falbs heraus, weil sie Maßstäbe für die Qualität politisch und gesellschaftlich relevanter Poesie heute setzt, so die Einschätzung der Jury, der Dorothea von Törne, Hans Thill und Herbert Wiesner angehörten.

Das PEN-Zentrum Deutschland ist eine der über 140 bestehenden Schriftstellervereinigungen, die im PEN International vereint sind. Die Abkürzung PEN steht für Poets, Essayists, Novelists. Gegründet wurde PEN 1921 in England als literarischer Freundeskreis und verbreitete sich von dort aus weltweit als „Anwalt des freien Wortes“: Die Vereinigung setzt sich vor allem als Stimme verfolgter und unterdrückter Schriftstellerinnen und Schriftsteller ein. Mitglied des PEN können Autorinnen und Autoren werden, die von einem der Zentren aufgrund besonderer schriftstellerischer Leistungen hinzugewählt werden und sich durch die Unterschrift der Charta zu den Grundsätzen des Clubs bekennen.

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