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13.12.2013, 18:50 Uhr
Frank Piontek
Jean-Paul-Reihe
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Jean Paul selbst nannte seinen Debütroman eine „geborne Ruine“: Frank Piontek liest „Die unsichtbare Loge“ von Jean Paul, Tag für Tag, von der ersten bis zur letzten Seite, und bloggt darüber.

Logen-Blog [301] Erlangen besteht aus einer Hauptstraße

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Etwa zwanzig Jahre nach und zehn Jahre vor der Unsichtbaren Loge reist Jean Paul das erste Mal für längere Zeit nach Erlangen. Juni 1811. Kein Gedanke an die Ruine trübt seine temporäre Zufriedenheit. Alles ist Gegenwart – wenn auch nicht Erlanger Gegenwart.

Am Morgen wohnt der Himmel in meiner einsamen Stube voll Bücher und ich bin so heimisch aber einsamer da als in Bayreuth.

Die Stadt ist eine der glänzendsten, denn sie besteht aus Einer Hauptstraße –

 – und einer Querstraße, die als ein Kreuzbalken jene durchschneidet; neben beiden sind zum Überfluss noch kurze Sackgäßlein angebracht.

1823 finden wir ihn wieder in Erlangen, im Spätherbst des Lebens, weniger fröhlich, weniger froh. Er sei gealtert, schreibt Platen, denn der Sohn ist gestorben; auch dieses Leben blieb ein Fragment.

Fotos: Frank Piontek, 12.12. 2013



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