Sanierung der denkmalgeschützten Fassade der Villa von Waldemar Bonsels in Ambach abgeschlossen

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Waldemar Bonsels vor seiner Ambacher Villa © Waldemar-Bonsels-Stiftung München

Die 1885/86 im Auftrag des ungarischen Malers Gyula Benzúr von seinem Bruder Béla Benczúr erbaute Villa am Ostseeufer des Starnberger Sees, im Jahr 1919 von dem Autor Waldemar Bonsels gekauft, wurde im Auftrag der Waldemar-Bonsels-Stiftung im Sommer 2014 aufwendig renoviert. Die vom Architekten Thomas M. Kortyka (Dietramszell) geleitete und von den Restauratorinnen Beata Smigla-Nowak (Feldafing) und Melissa Elena De Pellegrin (Neufahrn/Egling) fachlich begleitete Sanierungsmaßnahme, die bei einer Veranstaltung am 2. Oktober 2014 der Fachöffentlichkeit und eingeladenen Gästen vorgestellt wird, ist nun erfolgreich abgeschlossen. Die Maler- und Anstricharbeiten übernahm die Firma Pixner aus Münsing, da Stefan Pixner langjährige Erfahrungen in der Verwendung von Kalkputzen und -farben hat.

Die aufwendige Rekonstruktion der Fassade des Hauses sowie des an der Fassade angebrachten Wappens der Familie Benczúr erwies sich aufgrund festgestellter Feuchte- und Schadstellen als dringend notwendig. Dank zahlreicher Fotografien, Schriften und anderer Dokumente aus der Erbauungszeit, die Gábor Benczúr-Ürmössy, der Urenkel des ersten Villenbesitzers, aus seinem persönlichen Archiv zur Verfügung gestellt hat, konnte zudem die Originalfarbgebung des Hauses wieder hergestellt werden. Somit präsentiert sich die Villa, die der Autor des weltbekannten Kinderbuchklassikers Die Biene Maja und ihre Abenteuer zu seinem Hauptsitz wählte und die in der bayerischen Denkmalliste eingetragen ist, in neuem Glanz.

Bereits 2010 ließ die Waldemar-Bonsels-Stiftung, der das Haus seit 1978 gehört, das bunt-folkloristische Holztor an der Zufahrt zum Anwesen unter der Leitung des Architekten Helmut Rampelmann renovieren. „Das Ungarische Tor“ oder „Székeler Tor“ wurde 1894 ebenfalls von Béla Benczúr entworfen und gebaut. Im Zuge der jetzt erfolgten Sanierungsarbeiten an der Hausfassade wurde auch das Tor von der Restauratorin Beata Smigla-Nowak einer Pflege unterzogen und farblich aufgefrischt.

Da das Haus derzeit privat vermietet ist, ist der von der Waldemar-Bonsels-Stiftung eingerichtete Gedächtnisraum für den Schriftsteller mit dem Originalschreibtisch Bonsels' und seiner Bibliothek nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Für Herbst 2014 ist die Aufstellung einer Schautafel vor dem Ambacher Anwesen Bonsels' geplant, die interessierten Touristen und Passanten zahlreiche Informationen zu der Villa, der Biografie ihres Besitzers sowie zu seinem literarischen Werk anbieten wird.

Das „Ungarische Tor“ vor dem Ambacher Anwesen von Waldemar Bonsels © Waldemar-Bonsels-Stiftung München



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