Info
9.03.2016
20 Uhr
Lyrik Kabinett, Amalienstr. 83a, München
Eintritt: € 7 / 5 (Mitglieder frei)
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Münchner Rede zur Poesie: Ilma Rakusa

In ihrer „Münchner Rede zur Poesie“ widmet sich Ilma Rakusa Gedichten, bei denen die Aufzählung das Erzählen ersetzt: litaneienhafte Texte mit Anrufungscharakter, die Gebetformen zitieren oder parodieren, sowie lyrische Listen, die sich als Inventare, Erinnerungsspeicher oder Schöpfungsmodelle verstehen. Ernst und Verspieltheit wechseln sich ab, stets aber dominieren Rhythmus und Klang. Denn aufzählende Gedichte arbeiten aufs eindringlichste mit Wort- und Satzwiederholungen, im äußersten Fall ziehen sie den Sound dem Sinn vor.

Zur Sprache kommen Gedichte von Inger Christensen, Velimir Chlebnikov, Friederike Mayröcker, Ernst Jandl, Robert Lax, Danilo Kiš, Günter Eich, Joseph Brodsky und anderen.

Ilma Rakusa, geb. 1946 in Rimavská Sobota (Slowakei), lebt als Lyrikerin, Prosaautorin, Übersetzerin und Literaturkritikerin in Zürich. Zuletzt veröffentlichte sie die Erinnerungspassagen Mehr Meer (2009), Aufgerissene Blicke (2013) und den Erzählungsband Einsamkeit mit rollendem r (2014). 2016 erscheint ihr Gedichtband Impressum: Langsames Licht.

Auszeichnungen: Schweizer Buchpreis 2009, Manès Sperber-Preis 2015. Ilma Rakusa ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.

Moderation: Frieder von Ammon

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