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23.03.2015
20 Uhr
Gasteig Black Box, Rosenheimer Str. 5, München
Eintritt: € 20/12/15 (Abo)

Wolfgang Frühwald über Goethes Wahlverwandtschaften

1821 hat Goethe rückblickend über die Wahlverwandtschaften bemerkt, dass der "sehr einfache Text dieses weitläufigen Büchleins" die Worte Christi seien: "Wer ein Weib ansieht, ihrer zu begehren … " Er habe sich jedenfalls nicht eingebildet, dass durch diesen Roman ein Mann von dem "Gelüst … gereinigt werden könne", nach einem anderen Weib zu blicken.

Was ist das überhaupt für ein "Gelüst", das in den Wahlverwandtschaften die Ehe scheitern lässt? Wie ist angesichts der Erosionsprozesse der Ehe im 21. Jahrhundert andererseits Goethes Wort zu verstehen, die Ehe sei "der Anfang und der Gipfel aller Kultur"?

Im Gespräch zwischen dem profunden Goethe-Kenner Wolfgang Frühwald und Manfred Osten soll diesen und anderen Fragen jenes hochkomplexen Romans nachgegangen werden, den Goethe selbst als sein "bestes Buch" bezeichnet hat.

Professor (em.) Dr. phil. Wolfgang Frühwald: Professor für Neuere Deutsche Literaturgeschichte an der Universität Trier-Kaiserslautern 1970, seit 1974 an der Universität München. Emeritiert September 2003. Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft 1992 bis 1997. Präsident der Alexander von Humboldt-Stiftung 1999 bis 2007. Ehrenpräsident der Alexander von Humboldt-Stiftung seit 2008. Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Neuere Buchveröffentlichungen zu Goethe: Das Talent, Deutsch zu schreiben. Goethe – Schiller – Thomas Mann (Köln 2005), Goethes Hochzeit (Frankfurt am Main 2007).

Eine Veranstaltung in der Reihe Goethe im Gasteig – Zur Modernität eines deutschen Klassikers. Moderation: Manfred Osten



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