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Digitalisierung der Tagebücher von Klaus Mann

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Tagebuch von Klaus Mann, vom 14. März 1933. Klaus Mann markiert den Beginn seines Exils mit drei waagrechten Linien. (c) Monacensia - Literaturarchiv und Bibliothek

Die Monacensia stellt ab sofort die kompletten Tagebücher von Klaus Mann online: Im Literaturarchiv der Monacensia befindet sich der Nachlass von Klaus Mann (1906-1949) mit insgesamt 21 Bänden seines Tagebuchs, das er vom 9. Oktober 1931 bis zu seinem Tod im Jahr 1949 führte. In Heften, Kladden und Taschenkalendern unterschiedlichsten Formats notierte Klaus Mann unmittelbar alles, was er erlebte, woran er arbeitete, wem er begegnete, welchen Leidenschaften und Obsessionen er erlag. Die Aufzeichnungen bieten einen radikal offenen Einblick in die komplexe Persönlichkeit von Klaus Mann und sind gleichzeitig ein bewegendes literarisches und zeithistorisches Dokument.

Lange waren die rein privaten Notizen ein sorgfältig gehütetes Geheimnis. Im Jahr 1989 begann der Verleger Eberhard Spangenberg mit der Publikation einer Auswahl der Tagebücher, die später von Rowohlt Verlag übernommen wurde. Auf Wunsch der Familie Mann waren die Originaltagebücher bis zum Jahr 2010 für die Öffentlichkeit und auch für die Forschung weitgehend unzugänglich. Unter www.monacensia-digital.de sind die vollständigen, 3479 Seiten umfassenden Tagebücher von Klaus Mann ab sofort ohne Einschränkungen und kostenfrei im Maßstab 1:1 in einem hochauflösenden, einwandfrei lesbaren Format einsehbar.

Die Monacensia, ein Institut der Münchner Stadtbibliothek, hat mit der Digitalisierung der Tagebücher von Klaus Mann einen weiteren wichtigen Schritt unternommen, ihre wertvollen Handschriftenbestände zur Familie Mann in digitalisierter Form der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Den Auftakt des groß angelegten Projekts bildete der literarische Nachlass der Schriftstellerin und Journalistin Monika Mann (1910 – 1992), der bereits seit Oktober 2011 digital im Internet zur Verfügung steht. Mit den kompletten Nachlässen von Klaus und Erika Mann, über 800 Briefen und Manuskripten von Thomas Mann sowie zahlreichen Archivalien von Golo, Monika, Michael Mann und Elisabeth Mann Borgese ist die Monacensia eine international viel beachtete Forschungsstelle zur Familie Mann. Informationen zu den Nachlässen im Literaturarchiv der Monacensia finden Sie unter www.muenchner-stadtbibliothek.de/monacensia.



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