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Ein Streifzug durch die unabhängige Verlagslandschaft in Bayern

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Die erste aviso-Ausgabe im Jahr 2017 zum Thema »Nischen im Fokus«

Sebastian Zembol gründete nach seiner Karriere als Sportredakteur bei Sendern wie SAT 1, Premiere und TM 3 und als Entwicklungsleiter des Internetportals Sport 1 im Jahr 2004 den Mixtvision Verlag (München), den er seither als geschäftsführender Gesellschafter leitet. In der ersten Ausgabe von aviso in 2017, dem Kulturmagazin des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, gibt er einen Einblick in die vielfältige Landschaft der unabhängigen Verlage in Bayern.

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NATÜRLICH GAB ES sie schon vorher, aber vor gut zehn Jahren bewegten sich die unabhängigen Verlage schlagartig aus dem Windschatten der Publikumsverlage heraus. Etablierten Häusern wie Hanser, Suhrkamp und Rowohlt wurde ihr bislang unbestrittener Einfluss auf den Literaturbetrieb von den neuen Independent-Verlagen wie Blumenbar oder Kookbooks, Voland & Quist, Verbrecher Verlag abspenstig gemacht. Die Kreativwirtschaft hält auch in der Buchbranche Einzug – und bekommt ein Forum: engagierte junge Verlage präsentieren sich auf den Buchmessen. Und wo sich anfangs viele zusammentaten, präsentiert sich nun ein Großteil am eigenen Stand und auf ganz individuelle Weise. Dank des Einsatzes der Kurt-Wolff-Stiftung firmiert das beliebte Veranstaltungsforum »Berliner Zimmer« auf der Leipziger Buchmesse nun unter dem Label »Die Unabhängigen«. Es gibt eine »Hotlist der unabhängigen Verlage«, einen »Indiebooks-Day«, einen Markt der unabhängigen Verlage und vieles mehr. Aber die Titel der sogenannten unabhängigen Verlage stürmen auch die großen Buchpreise: In den letzten Jahren stammen die PreisträgerInnen mit Melinda Nadj Abondij, Frank Witzel, Guntram Vesper, Ursula Krechel und vielen mehr zum großen Teil aus ihren Reihen. Die Independent Verlage sind inzwischen fester Bestandteil des Literaturbetriebs. Wo manch einstiger Vorreiter unter das vermeintlich schützende Dach eines Publikumsverlags geschlüpft ist (vgl. Blumenbar und Tropen), rücken doch immer wieder neue Verlage nach, bringen frischen Wind und einmal mehr die vielzitierte Vielfalt in die Buchbranche. Gut 120 unabhängige Verlage zählt die Kurt-Wolff-Stiftung hierzulande.

Doch mit dem rechtskräftigen sog. »VG-Wort-Urteil« aus dem Frühjahr des vergangenen Jahres, das die Verlage zu einer Rückzahlung der anteiligen Einnahmen aus den Bibliotheks- und Kopiergerätnutzungen verpflichtete, erfuhr gerade dieses Segment der Buchbranche eine gravierende Bedrohung. Gerade für die kleinen Verlage ist die Rückzahlungsaufforderung – zum Teil in fünfstelliger Höhe – existenzgefährdend. Für nicht wenige ist hier der Schritt in die Insolvenz nicht mehr weit. Grundsätzlich treibt dieses Urteil einen Keil in das bis dato auf Konsens basierende Verhältnis zwischen Verlag und Autoren, dass die erwirtschafteten Gelder anteilig auch an den Verlag ausgezahlt werden. Folglich stellt es die Wertschätzung für das, was Verlage zum Erscheinen eines Buches – von der Entwicklung der Projektidee, über das Lektorat, die Herstellung, das Marketing und den Vertrieb – grundlegend beitragen, in Frage und damit ihre Existenzberechtigung. Alarmierende Aufrufe und Appelle gegen diese Entwicklung, von der letzten Endes niemand anders als die Internetkonzerne Google und Amazon profitieren würden, folgten von Seiten engagierter VerlegerInnen wie Britta Jürgs und Jörg Sundermeier ebenso wie von den AutorInnen selbst. Die damit in Gang gesetzte Debatte blieb nicht ohne Wirkung: Karenzfristen wurden diskutiert, ein kollektives Verrechnungsverfahren, das es den AutorInnen ermöglicht, die auf den Ausschüttungsansprüchen basierenden Rückzahlungen an die Verlage abzutreten, wurde auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung der VG-Wort beschlossen. Dies verschafft den betroffenen Verlagen vorerst eine Atempause. Parallel wird jedoch weiter über Hilfsmodelle für in Not geratene Verlage diskutiert. Womöglich wird einmal mehr die Forderung nach grundsätzlicher staatlicher Unterstützung für Verlage laut – Modelle hierfür gibt es in Österreich, Frankreich und der Schweiz. Anders als dort gibt es auch hierzulande und speziell in Bayern bereits eine punktgenaue und dezidierte Förderung für Verlage. Sie erfolgt in Form des Bayerischen Kleinverlagspreises und ist explizit eine Auszeichnung für qualitätsvolle Programme, die unabhängige Verlage immer wieder hervorbringen. Als Verleger des unabhängigen Mixtvision Verlags, Mitglied des Vorstand des Börsenvereins / Landesverband Bayern und als glücklicher erster Träger des bayerischen Kleinverlagspreises möchte ich meinen Gastbeitrag in aviso als Gelegenheit nutzen, einen Einblick in die Praxis der Kleinverlage zu geben – und unaufdringlich und trotzdem unüberhörbar die Bedeutung der engagierten Arbeit zahlreicher VerlegerkollegInnen hervorzuheben. Alle scheinen ein Entdecker-Gen in sich zu tragen, das sie immer wieder antreibt, nach unbekannten Talenten, neuen Themen, vergessenen AutorInnen zu suchen.

 

KLEINVERLAGE SETZEN TRENDS

Wie sehr die kleinen Verlage mit ihren inhaltlichen Ausrichtungen oftmals am Puls der Zeit arbeiten oder sogar diesem voraus, zeigt beispielsweise die Geschichte des 1990 in München gegründeten A1 Verlags. Mit sicherem Gespür für die wegweisenden literarischen Strömungen setzte Verleger Albert Völkmann auf AutorInnen, die sich nach ihrer Emigration als Nicht-Muttersprachler für das Deutsche als Schreibsprache entschieden haben. Was einst eine Nische war, ist heute das Epizentrum der Programme literarischer Publikumsverlage: ob Luchterhand, Hanser oder Suhrkamp – sie alle führen die einst als »MigrationsautorInnen« bezeichneten SchriftstellerInnen, die heute die Impulsgeber der Gegenwartsliteratur sind, in ihren Programmen. Doch es waren die kleinen und unabhängigen Verlage (neben A1 z. B. auch Jung & Jung oder Rotbuch), die als Trend-Scouts und Talentschmieden fungierten und die Debüts heute namhafter Autoren wie z. B. Feridun Zaimoglu oder Sherko Fatah herausbrachten. Jenseits des Mainstreams und der oftmals engen Strukturen großer Verlage konnten sie ihre exzeptionelle Prosa verfassen, sich ausprobieren und vorwärtsschreiben.

   

Im LohrBär Verlag werden Hörbücher gemacht, die sich auf das konzentrieren, was sie vom geschriebenen Buch unterscheidet: verschiedene Stimmen, Klangfarben, Geräusche. » Dieter Lohr

DIESE VERLEGERISCHE FREIHEIT weiß auch der diesjährige Träger des bayerischen Kleinverlagspreises, Dieter Lohr, zu schätzen: »Wenn einem kein Zwang zur Quantität im Nacken sitzt, kann man sich den Luxus leisten, sein ganzes Augenmerk auf die Qualität zu legen. ... Je kleiner der Verlag, ... desto geringer ist der Bestseller-Druck, und desto freier ist man, zu verlegen, was man für richtig oder wichtig oder einfach nur für schön hält.« Mit seinem 2004 in Regensburg gegründeten LOhrBär-Verlag ist er sowohl inhaltlich als auch akustisch auf regionale Hörbücher spezialisiert und bringt es fertig, mehrere ganz im bairischen Dialekt gesprochene Hörspiele zu vertreiben, »... unabhängig davon, ob sich ein Millionenpublikum drauf stürzen wird oder ›nur‹ eine Handvoll Liebhaber oder Avantgardisten.«

 

SIE WISSEN, WAS SIE TUN

Die edition fünf verlegt internationale Autorinnen.

Angesichts der oftmals sehr eng kalkulierten wirtschaftlichen Tragfähigkeit mancher Kleinverlage könnte man auf die Idee kommen, verlegerische Blauäugigkeit zu bescheinigen. Doch dieser Vermutung muss widersprochen werden: Der Spagat zwischen dem Bekenntnis zu den Inhalten und der damit eingehergehenden größeren Risikobereitschaft, was die ökonomischen Seiten betrifft, ist den KleinverlegerInnen durchaus bewusst. So entscheidet auch Silke Weniger, Geschäftsführerin des kleinen literarischen Verlags edition fünf, der sich auf Werke internationaler Autorinnen spezialisiert hat, manchmal, wie sie sagt »... gegen jede geschäftsmäßige Vernunft.« Und wird gerade dafür belohnt. »Bücher wie Anne Gerrétas großartiger Roman »Sphinx« würden es nicht auf den deutschen Markt schaffen, wenn nicht ein kleiner Verlag sein ästhetisches und aktuelles gesellschaftliches Potential entdeckt hätte. Dieser Roman erregte bei seinem Erscheinen in Frankreich vor dreißig Jahren große Aufmerksamkeit und blieb aufgrund seiner besonderen Konstruktion bis 2016 unübersetzt. Heute begeistert es die deutschen Feuilletons.«

 

»Wir verlegen Autorinnen, die wir vermisst haben, bekannte und unbekannte, vergessene und wiederentdeckte, Klassikerinnen und Debütantinnen, die wichtige Texte zur Tradition weiblichen Schreibens beitragen.« Silke Weniger

Erfolgsrezept der kleinen unabhängigen Verlage ist die klare inhaltliche Ausrichtung und der Fokus auf besondere Themen. Diese resultieren oftmals aus den spezifischen Interessen und fachlichen Herkunftsrichtungen der VerlegerInnen, über die Caroline Sieveking sagt: »Wir haben alle spezifische Biografien und Lebenswege in unterschiedlichsten Sparten, die uns an diese Position gebracht haben und uns für ganz unterschiedliche Themen und Projekte brennen lassen.« In ihrem eigenen Fall ist es das Kunstbuch, das sie in ihrem Verlag in einzigartiger Qualität produziert.

 

Der Sieveking Verlag entwickelt hochwertige Kunstbücher zu den Themen Kunst, Fotografie, Jazz und Kulturgeschichte. » Caroline Sieveking

KLAREN VISIONEN DER MacherInnen, die Fähigkeit des Querdenkens gegen den Mainstream und der unmittelbare, intensive Kontakt zu AutorInnen schaffen eine klare inhaltliche Akzentuierung; sorgfältiges Arbeiten – sei es im Lektorat oder in der Herstellung – bringen Qualitätsprodukte hervor, die sich vom massenproduzierten Mainstream abheben.

Der lichtung Verlag, von Hubert Ettl vor über zwei Jahrzehnten gegründet und seit 2014 vom VerlegerInnen-Duo Eva Bauernfeind und Kristina Pöschl geführt, arbeitet seit über zwei Jahrzehnten unter diesen Prämissen und gilt als Plattform für anspruchsvolle Literatur aus Ostbayern schlechthin. Verlegt werden Romane, Erzählungen, Lyrikbände in Hochsprache oder auf Bairisch, Fotobände und Sachbücher zu zeitgeschichtlichen Themen. »Die Verleger kleiner unabhängiger Verlag sind Experten auf ihrem Gebiet: Sie kennen die Szene genau, sind innerhalb dieser Szene gut vernetzt und bekommen mit, wenn sich Neues tut«, sagen sie.

Die Verlegerinnen Eva Bauernfeind und Kristina Pöschl mit Hubert Ettl, dem Verlagsgründer. Das Programm des anspruchsvollen bayerischen Provinzverlags umfasst zeitgenössische bayerische Literatur.

EBENFALLS EIN »alter Hase« unter den bayerischen Kleinverlegern ist der Volk Verlag, der seit 1997 unermüdlich seinem Motto »Lust auf Bayern« folgt. Die dreibändige Ausgabe »München-Boazn« ist wohl der attraktivste Kneipenführer, den diese Stadt zu bieten hat. Und ohne die Aufzeichnungen von Else Behrend-Rosenfeld, um nur ein weiteres Beispiel aus dem umfangreihen Programm zu nennen, wäre die Dokumentation jüdischer Geschichte in München um einiges ärmer. Die ganze Palette von E bis U glaubhaft zu vermitteln, versteht Verleger Michael Volk hervorragend und folgt damit konsequent seiner Überzeugung: »Unabhängige Verlage müssen kontinuierlich ihr Profil schärfen und ihre Kompetenz untermauern, und fahnden demzufolge beständig nach neuen Inhalten.«

Der Volk Verlag macht Lust auf Bayern – mit Sachliteratur zu bayerischen und Münchner Themen. » Michael Volk

Exzeptionell in ihrer Ausrichtung und damit auf Erfolgskurs ist auch Mona Horncastle mit ihrem gleichnamigen Verlag – mit ihren Kunstbüchern für Kinder, die zum Teil aus den von ihr zudem initiierten Bildungsprojekten hervorgehen, hat sie ihren Platz in der bayerischen Verlagslandschaft gefunden: »Als kleiner unabhängiger Verlag habe ich die Möglichkeit, idealistische Titel zu verlegen ... unsere Nische ist klein, aber fein, und sie zu besetzen erfordert ein Denken außerhalb des großen Marktes.« Mit ihrem Ansatz und ihrer intensiven Autorenbetreuung ist Mona Horncastle auch für AutorInnen wird.

Der Horncastle Verlag realisiert Bücher über Kunst, Kultur und Musik, die zum Teil mit Jugendlichen erarbeitet werden. » Mona Horncastle

Auch der starfruit publications Verlag hat mit Katrin Röggla, Dietmar Dath oder Gerhard Falckner AutorInnen im Programm, die einerseits bei großen Verlagen wie S. Fischer oder Piper veröffentlichen, aber andererseits offenbar für ihre Texte noch ein zweites, weniger kommerzielles Standbein brauchen. Das kann Verleger Manfred Rothenberger ihnen bieten, der die »Nische unabhängiger Verlag nicht als Flucht- oder Schmollwinkel, sondern als Chance und Herausforderung« begreift. Wie seine MitstreiterInnen profitiert er von den schnelleren Realisierungsmöglichkeiten in kleinen Verlagen. »Ohne das Schielen auf schnelle Rendite ist bei unabhängigen Verlage der Weg zwischen der Begeisterung für eine Buchidee und deren Realisierung ziemlich kurz. Wo in großen Verlagen in der Regel Marketingspezialisten, Marktauguren und Renditeerwartungen über das Verlagsprogramm entscheiden, ist bei unabhängigen Verlagen nur eine einzige Instanz dafür verantwortlich: das (selten von Vernunft gesteuerte) Herz des Verlegers bzw. der Verlegerin.«

DAS KALKULIEREN MIT geringeren Stückzahlen ist in der Tat eine der Stärken kleiner Verlage, die sie im täglichen Arbeiten schneller, entscheidungsfreudiger und mutiger für Projekte sein lassen, die plötzlich eine Dringlichkeit haben (z. B. die im Peter Kirchheim Verlag erschienene und von Fridolin Schley herausgegebene »Fremd«-Anthologie).

 

DER KAMPF UM DIE SICHTBARKEIT

In der quantitativen Überschaubarkeit liegt für die kleinen Verlage einerseits die Chance, mit einem geringeren finanziellen Risiko zu kalkulieren, andererseits liegt darin mithin auch die Ursache des immer wieder zitierten Problems der Sichtbarkeit. Um diese zu erlangen, ist eine gewisse Anzahl an Büchern pro Jahr notwendig. Doch auch wenn diese gegeben ist, kommen kleine Verlage mit ihren Programmen oftmals gar nicht erst in die Regale der großen Buchhandelsketten. Umso wichtiger ist das Verhältnis zu den kleinen Buchhandlungen, die genauer hinschauen, deren Sortiment von den GeschäftsinhaberInnen persönlich sorgfältig zusammengestellt wird. Aber auch für sie ist die Luft nach wie vor dünn und die Platzierung marktgängiger amerikanischer Bestsellerliteratur in den vordersten Reihen oftmals überlebenswichtig. Grundsätzlich können auch sie sich der Hochgeschwindigkeit, mit der der Buchmarkt sich selbst antreibt, nicht entziehen. Die Präsenz eines Buches im Handel, der Zeitraum, in dem ein Buch in aller Munde und damit auf allen Kauflisten steht, wird immer kürzer.

GRUNDSÄTZLICH IST DIE Entwicklung des Buches vom Leitmedium zum Liebhaberstück nicht aufzuhalten. Das Lesen von Büchern oder von Zeitungen ist, wie auch das Ansehen von Filmen, schon lange keine zentrale und mehrheitlich ausgeübte Freizeitbeschäftigung mehr. Die »alten« Buch-, Film- und Zeitungswelten haben Konkurrenz bekommen, die auf den Endgeräten permanent abrufbar sind und das in einer Zeit, in der Freizeit mit zum rarsten Gut überhaupt geworden ist. Die Möglichkeiten zur Unterhaltung und Zerstreuung steigen bei gleichzeitiger Abnahme arbeitsfreier Zeit. Wie und wo kann das Buch seinen Stellenwert behaupten oder neu definieren? Und seine Zielgruppen finden?

Umso wichtiger ist der Schulterschluss zwischen kleinen unabhängigen Verlagen und kleinen unabhängig geführten Buchhandlungen. Öffentlichkeitswirksame Aktionen, Kampagnen, Vernetzungsaktivitäten, Anregungen, Austausch und Kritik sind überlebenswichtige Strategien. Zeichen der Anerkennung von außen sind an dieser Stelle buchstäblich Gold wert – und zwar nicht nur in monetärer Hinsicht. Auszeichnungen wie der Preis für bayerische Kleinverlage, den fast alle hier genannten Verlage erhalten haben oder bundesweit – auf Seiten des Buchhandels – der Deutsche Buchhandelspreis (mit seinen mehrfach vergebenen Kategorien insgesamt in Höhe von 1. Mio Euro), den die Kurt-Wolff-Stiftung durch ihr unermüdliches Engagement mit initiiert hat, liefern nicht nur den finanziellen Zuschuss, der oftmals so dringend nötig ist, um weiterzumachen. Mehr noch trägt der symbolische Wert und die damit verbundene Publicity mit nachhaltiger Wirkkraft zum Weiterbestehen und zur Verankerung in der literaturaffinen Öffentlichkeit bei. Kultur ist heute mehr denn je nur im Plural denkbar. Preise und Prämien dieser Art würden diejenigen, die mit Verve, Eigensinn, Phantasie und an der Grenze der Selbstausbeutung zu diesem Pluralismus beitragen.

UNSER MOTTO BEI Mixtvision lautet »Weiter. Erzählen«. Mit unserem Bilder-, Kinder-, und Jugendbuchprogramm wollen wir Menschen neugierig machen auf die Welt und auf sich selbst. Wir wünschen uns, Menschen zu bewegen, ihre Sinne wachzukitzeln für das, was sie berührt und das, was um uns herum geschieht. Mit immer neuen und unkonventionellen Buchprojekten, wie z. B. mit der poetischen textlosen Bilderbuchreihe »Erzählbilder«; dem Mitmach-»Kein-Buch«, das gerade NichtleserInnen anspricht und Kinder und Jugendliche mit einer aufwändig gestalteten Website an ihrem Aufenthaltsort – dem Netz – abholt, wollen wir vor allem den Spaß am Lesen wecken. Darüber hinaus wagt Mixtvision immer wieder die Verknüpfung mit den anderen Medien, aber nur, wenn es inhaltlich Sinn ergibt. Mit den Bereichen Film und Digital denken wir einzelne Themen cross- und transmedial weiter, denn gute Geschichten kennen weder Grenzen von Genres noch von Plattformen.

Die Liebe zum Inhalt, die Begeisterung für jedes Detail sowie die Lust am Ausloten von Grenzen, das sind im Kern die Elemente, die alle Kleinverlage verbinden. Wir alle machen Bücher, die bewegen, überraschen, herausfordern oder einfach nur begeistern. Hierfür ist die Nische der perfekte Ort, ein Ort mit außerordentlichem Potenzial und fantastischen Möglichkeiten, allen Hindernissen zum Trotz.


Externe Links:

aviso

mixtvision-Verlag

lichtung Verlag

edition fünf

starfruit publications

Volk Verlag

Sieveking Verlag

LOhrBär-Verlag


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