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Keine schönen Nachrichten vom Münchner Buchhandel

Anfang des Jahres schallte ein Hilferuf aus der Adalbertstraße, der von der drohenden Pleite der Buchhandlung Basis sprach (Artikel in der Abendzeitung). Und Ende Juli erfuhr man aus der Zeitung, dass nicht nur das Unternehmen Zweitausendeins die Schließung seiner Filialen (darunter womöglich auch diejenige in der Türkenstraße, siehe Süddeutsche Zeitung) plant, sondern auch die Universitätsbuchhandlung Heinrich Frank in der Schellingstraße 3, also quasi im Herzen des größten germanistischen Instituts der Welt, Insolvenz angemeldet hatte. Mittlerweile ist klar: Die Uni-Buchhandlung Frank wird nie wieder eröffnen. Im Münchner Merkur heißt es:

Was nun aus dem Geschäft werden soll, ist offen. Die Mieträume gehören wieder der Ludwig-Maximilians-Universität. Insolvenzverwalter Pohlmann kann sich gut vorstellen, „dass ein Café oder ein Imbiss dort reinkommt“. Eine Wiedereröffnung als Buchhandlung hält er hingegen für unwahrscheinlich.

Nun weiß man natürlich, denn die Zeitungen erzählen gleichsam täglich davon, dass der Buchhandel nicht über die rosigsten Zukunftsaussichten verfügt. Dass das Buchhandlungssterben jedoch ausgerechnet in Schwabing – einst Bohème-, heute immerhin noch Studenten-Viertel – seinen Münchner Anfang nimmt, damit war eigentlich nicht zu rechnen. Auch viele StudentInnen trauten offenbar kaum ihren Augen, als im Oktober das Semester begann – und die Buchhandlung Frank geschlossen blieb. Viele äußerten ihren Schreck und ihr Erstaunen per (analogen) Postings an der Tür der Buchhandlung:



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