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04.02.2016, 13:42 Uhr
Literaturfest München
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© Hermann Bredehorst/DER SPIEGEL

Elke Schmitter kuratiert das forum:autoren beim Literaturfest München 2016

Die Schriftstellerin und Journalistin Elke Schmitter ist Kuratorin des forum:autoren beim Literaturfest München 2016. Unter dem Motto ein wort gibt das andere will sie Möglichkeiten und Grenzen der Sprache durchleuchten und fragen: Welche Beziehungen bestehen zwischen Sprache, Dichtung und Politik? Wo treffen sich Sprache und Musik? Wie verändert die Digitalisierung unseren Umgang mit Sprache? Ist sie immer kommunikativ angelegt? Was können Übersetzungen vermitteln – und wo bringen sie Missverständnisse in die Welt? Wie funktionieren  Sprachen ohne Schrift? Und wie verändert sich unsere Weise zu sprechen und zu denken durch die Medien, die wir in aller Unschuld nutzen?

„Wir brauchen die Sprache, um über Gott und die Welt und über uns zu reden. Sie entsteht aus dem  Miteinander, doch sie hat ihren Eigensinn. Sie scheint ein anschmiegsames Instrument zu sein, aber sie macht, was sie will. Das forum:autoren 2016 geht bei der Sprache ein und aus: beim Erzählen, beim Erklären und beim Missverstehen, beim Hören, beim Übersetzen, bei der Propaganda und bei der Verzauberung durch literarische und musikalische Stimmen. Wer ein wort gibt das andere besucht, dem soll es schwindeln vor Erkenntnis und den soll die Schönheit der Literatur gepackt haben und nicht mehr loslassen“, sagt die Kuratorin.

Zum forum:autoren 2016 werden internationale Gäste aus den Bereichen Literatur, Poesie, Musik, Theater,  Wissenschaft und Journalismus erwartet, darunter zwei Nobelpreisträgerinnen: Swetlana Alexijewitsch und Herta Müller. An unterschiedlichen Orten der Stadt finden Vorträge und Diskussionen, Sprech-Gesänge und Performances, Lesungen und Konzerte statt. Eine Theaterproduktion gemeinsam mit Schriftstellerin und Regisseurin Judith Kuckart ist ebenso geplant wie eine tägliche „Bänkel“-Bar mit Jazz und Kehlkopfgesang, Jam-Sessions und Rap. 

Elke Schmitter, 1961 in Krefeld geboren, hat Philosophie an der LMU München studiert. Darauf wurde sie als Journalistin tätig: 1992 bis 1994 als Chefredakteurin der taz, anschließend als freie Mitarbeiterin der ZEIT und der Süddeutschen Zeitung. Seit 2001 gehört Elke Schmitter der Kulturredaktion des SPIEGEL an. 1982 erschien ihr erster Gedichtband Windschatten im Konjunktiv (Machwerk Verlag), 1997 der Essayband zu Heinrich Heine Und grüß mich nicht unter den Linden (Hanser Verlag 1997). 2000 folgte ihr Roman Frau Sartoris (Berlin Verlag/dtv). Der Roman wurde in 17 Sprachen übersetzt und mit dem Niederrheinischen Literaturpreis ausgezeichnet. 2003 erschien Leichte Verfehlungen (ebd.) und 2005 ein weiterer Gedichtband: Kein Spaniel (ebd.). Mit Verena Auffermann, Gunhild Kübler und Ursula März veröffentlichte Elke Schmitter 2009 Leidenschaften, 99 Autorinnen der Weltliteratur (btb Verlag). 2012 schrieb sie ein Kinderbuch: Ich, Kasimir – an Bord des Piratenschiffs (Bloomsburry 2012). Zuletzt publizierte Elke Schmitter zusammen mit Hanns Zischler die Anthologie Galerie der Namenlosen. Portraits von Unbekannten aus der Sammlung der Berliner Gemäldegalerie (Alepheus Verlag 2013).

Das Literaturfest München (10.-27.11.2016) wird veranstaltet vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels - Landesverband Bayern und dem Literaturhaus München in Zusammenarbeit mit dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München.

 

Pressekontakt: Susanne Meierhenrich / Literaturfest München / Telefon +49(0)171 / 7421717 / +49(0)8121 / 224 09 25 / mail: smeierhenrich[AT]t-online.de

 


Externe Links:

Homepage des Literaturfestes

Autorenporträt Elke Schmitter


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