Info
Geb.: 12. 7.1914 in Schönau
Gest.: 3.10.1999 in Sonthofen
© privat
Wirkungsorte:
Grünenbach

Klara Brenner

Klara Brenner wächst auf dem elterlichen Bauernhof in Schönau, Gemeinde Grünenbach (West­allgäu) auf. Die Mithilfe der Kinder wird auf dem Hof gebraucht; Klara Brenner muss schon früh hart arbeiten. In ihrer freien Zeit liest sie viel, singt im Kirchenchor und ist als Laienschauspielerin aktiv. Erste Gedichte entstehen. 1940 heiratet sie und lebt fortan mit ihrem Mann und den drei Kindern in Sonthofen, im Heimatort ihres Mannes. Während der Kriegszeit – ihr Mann ist Soldat und später in russischer Gefangenschaft – muss sie allein für die drei Kinder sorgen. Sie schreibt ein Leben lang weiter, insbesondere Lyrik und Kurzprosa, teilweise in Standarddeutsch, überwiegend aber in Mundart. Oft geht es darin um Begegnungen mit Menschen, Tieren und der Natur, ihr Geborgensein im Glauben und grundsätzliche Gedanken über das Leben.

Mit 70 Jahren erleidet sie einen Schlaganfall, von dem sie sich aber wieder gut erholt. Noch im gleichen Jahr kann ihr erstes Lyrikbüchlein Spaziergang durch das Jahr (1984) im Eigenverlag erscheinen. Es folgen vier weitere Publikationen: Was i mir so denk (1986), Stunden der Muse (1987, 1992), A Krättle voll Bluma (1989) und Nur ein Viertelstündchen (1990). Für Klara Brenner, die mit ihren Gedichten anderen Menschen Freude bereiten möchte, erfüllt sich mit den Veröffentlichungen ein Lebenstraum.

1991 wird Klara Brenner zum Poetentreffen des Bayerischen Rundfunks eingeladen; die Anerkennung tut ihrem Selbstbewusstsein gut. Auch in der Region liest sie hin und wieder in der Öffentlichkeit, bei­spiels­weise 1989 in der Kulturwerkstatt Sonthofen zusammen mit den beiden Mundartdichterinnen Erika Lindner und Stephanie Tannheimer. Mit der Mundartlyrikerin Fanny Fink aus Grünenbach, einer Freundin aus Kindertagen, tauscht sie sich regelmäßig aus. 1999 stirbt Klara Brenner im Alter von 85 Jahren.

Verfasser: Digitaler Literaturatlas von Bayerisch Schwaben DigiLABS / Rosmarie Mair, M.A.

Sekundärliteratur:

Rinn, Josef (1994): Heimatdichterin Klara Brenner zum 80. Geburtstag. In: Das schöne Allgäu, H. 10, S. 6.